Die EU-Drohnenverordnung

Hintergrundinformationen
Ab dem 31.12.2020 müssen Drohnen nach der Verordnung (EU) 2019/945 zertifiziert sein, um in der offenen Kategorie (d.h. ohne besondere Genehmigungen) fliegen zu dürfen. Bestandsdrohnen die bis zum 31.12.2022 gekauft wurden, dürfen je nach Gewicht der Drohne und Kompetenz der Pilotin oder des Piloten unter verschiedenen Betriebsbedingungen betrieben werden.

Drohnen mit einem Gewicht unter 2.000 g dürfen mit einem Abstand von mindestens 50 m zu Menschen betrieben werden, wenn die Pilotin oder der Pilot über:

  • einen nationaler Kenntnisnachweis gem. §21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO sowie einen EU-Kompetenznachweis A1/A3 verfügt und eine Selbstklärung über die prakt. Kenntnisse abgibt (nur bis 31.12.2022) oder
  • ein EU-Fernpilotenzeugnis verfügt.

Drohnen von mehr als 2 kg bis 25 kg dürfen nur in der Unterkategorie A3 (d.h. z.B. 150 m Abstand zu unbeteiligten Personen) betrieben werden. Pilotinnen und Piloten benötigen für den Betrieb nicht EU-Recht konformer Drohnen einen EU-Kompetenznachweis.

Für den Betrieb von Bestandsdrohnen außerhalb der oben beschriebenen Kategorien ist eine Genehmigung durch die zuständige Luftfahrtbehörde erforderlich. Für die Wildtierrettung wurde von unseren Kundinnen und Kunden auch bisher oft eine Genehmigung beantragt, um Flüge in der Nacht oder in Schutz zu ermöglichen. thermal DRONES unterstützt seine Kundinnen und Kunden bei der Beantragung von Genehmigungen.

Was bedeutet das für den Fliegenden Wildretter
Die Standardvariante des Fliegenden Wildretters darf als Spezialanfertigung und Bestandsdrohne mit einem Abfluggewicht von 2.400 g in der Kategorie A3 mit einem seitlichen Abstand von 150 m zu unbeteiligten Personen, Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten etc. betrieben werden. Auf Kundenwunsch bieten wir auch Varianten an mit einem Gewicht unter 2.000 g an, die andere Betriebsbedingungen erlauben. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Ab 01.01.2023 werden unsere Geräte zertifiziert sein und in die Klasse C2 fallen. Bereits gekaufte Geräte können nicht nachzertifiziert werden. thermal DRONES wird diese aber in Zahlung nehmen. Die Geräte können aber (nach aktueller Gesetzeslage) auch nach dem 01.01.2023 weiter betrieben werden.

Was müssen Drohnenpilotinnen und -piloten jetzt tun?
Drohnenpilotinnen und -piloten bzw. Vereine als Betreiber der Drohnen müssen sich beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren (Link) und eine ID auf ihrem Gerät anbringen. Außerdem müssen sie ein kostenloses Onlinetraining und eine kostenlose Onlineprüfung (beliebig oft wiederholbar) für die Erlangung des EU-Kompetenznachweises durchführen (Link).
Der nationale Kenntnisnachweis behält noch bis zum 01.01.2022 seine Gültigkeit - erst danach ist das EU-Fernpilotenzeugnis für bestimmte Anwendungen erforderlich. Wir empfehlen deshalb, das EU-Fernpilotenzeugnis erst vor der Saison 2022 abzulegen.

Weitere Informationen