Unsere Geschichte

Innovation aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt für den Wildtierschutz

Tiere retten als Motivation

Tiere lagen Dr. Martin Israel schon seit seiner Kindheit am Herzen. Vor über 15 Jahren bot ihm das Wildretter-Projekt am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen die Möglichkeit, diese Leidenschaft auch beruflich zu verfolgen.

Vom Sensor am Mähwerk zum smarten Drohnensystem

Nach ersten Versuchen mit Sensoren am Mähwerk wurde ab 2010 der „Fliegende Wildretter“ entwickelt. Im Rahmen seiner Doktorarbeit entstand ein System aus Drohne, Wärmebildkamera und spezieller Software für die Bildauswertung mit Funktionen, die Maßstäbe setzten: zuverlässige Detektion auch bei Sonnenschein, automatische Objekterkennung, GPS-gestütztes Aufsuchen und eine Flächenleistung von einem Hektar pro Minute.

Promotion der Doktorarbeit "Entwicklung eines UAV-basierten Systems zur Rehkitzsuche und Methoden zur Detektion und Georeferenzierung von Rehkitzen in Thermalbildern" von Martin Israel

Forschung für die Wildtierrettung

Dass Wärmebilddrohnen ein geeignetes Werkzeug zur Rettung von Rehkitzen sind, konnte unser Gründer Dr. Martin Israel erstmals 2010 im Rahmen seiner Doktorarbeit zeigen.

Im Rahmen seiner Promotion am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Universität Osnabrück forschte Martin intensiv zum Thema Rehkitzrettung bei der Wiesenmahd. Neben der Forschungsarbeit war Martin auch in intensivem Austausch mit Menschen die Jahrzehnte Erfahrung in der Rehkitzrettung ohne Drohne hatten und sammelte dabei praktisches Wissen.

Das Zusammenführen von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Wissen aus der Praxis hat zur Entwicklung von neuen Verfahren und Algorithmen geführt die die Wildtierrettung effizienter machen als die herkömmlichen Verfahren und helfen, mehr Wildtiere zu schützen.

Das Fliegende Wildretter-Projekt unter Leitung von Martin Israel hat dafür 2012 die die Auszeichnung „Deutschland, Land der Ideen“ erhalten.

Doktorarbeit Martin Israel (PDF 10 MB)

Die Gründung von thermal DRONES

Für die Weiterentwicklung und Markteinführung fand das DLR jedoch keinen Partner. So wagte Martin Israel 2020 gemeinsam mit Tobias Dahms den Schritt vom Wissenschaftler zum Unternehmensgründer. Es entstand thermal DRONES: ein Projekt, das von Beginn an mehr war als reiner Technikverkauf – eine Mission, gemeinsam mit Gleichgesinnten Wildtiere effizient und wirksam zu schützen.

Entwicklung mit den Kundinnen und Kunden

Die Idee der Gründer war, durch den Verkauf von Drohnen die Weiterentwicklung zu finanzieren und gemeinsam mit Kundinnen und Kunden ein System zu entwickeln, welches Rehkitze, Feldhasen und Bodenbrüter auf allen landwirtschaftlichen Flächen detektieren und retten kann.

Aus dem ursprünglichen System ist die POISuite entstanden: eine umfassende Softwarelösung für DJI Enterprise Drohnen. Zur Navigation mit dem Smartphone zum Rehkitz, der Bildoptimierung für Flüge am Tag und der Detektion mit künstlicher Intelligenz sind zahlreiche Funktionen hinzugekommen:

  • Flächen- und Auftragsverwaltung
  • Teamorganisation
  • automatische Missionsplanung mit Geländeflug
  • zentrale Erfassung von Funden für Statistik und Dokumentation
  • Video-Streaming direkt auf die Smartphones der Teams

Gemeinsamer Erfolg

Inzwischen ist aus der einstigen Forschungsarbeit ein einzigartiges Werkzeug geworden, das Wildtierrettern an vielen Stellen ihrer Arbeit entlastet und damit hilft, mehr Tiere zu retten. Das thermal DRONES Team und die Kundinnen und Kunden sind zu einem ständig größer werdenden Team zusammengewachsen, welches ein gemeinsames Ziel teilt: gemeinsam Lösungen entwickeln, die einen echten Unterschied machen – für die Wildtiere  von heute und für den Wildtierschutz der Zukunft.

Wichtige Meilensteine in der Geschichte von thermal DRONES

2010
Das Wildretter Projekt am DLR

Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen erforscht Martin Israel die Nutzung von Drohnen für die Wildtierrettung und entwickelt das Georeferenzierungsverfahren.

2011
Der Fliegende Wildretter

In Oberösterreich und in Vorpommern mit der Deutschen Wildtierstiftung rettet Martin Israel die ersten Rehkitze mit der selbst entwickelten Wärmebilddrohne.

2012
Auszeichnung Deutschland Land der Ideen

Das Projekt Fliegender Wildretter wird mit dem Preis Deutschland Land der Ideen ausgezeichnet.

2015
Die Promotion

Martin Israel promiviert zum Thema Drohnenbasierte Wildtierrettung am DLR und an der Universität Osnabrück.

2018
Gemeinsame Entwicklung

Ab 2018 entwickeln Tobias und Martin gemeinsam eine neue Version des Fligenden Wildretters.

2020
Die Firmengründung

2020 Gründen Martin und Tobias gemeinsam die thermal DRONES GmbH und vertreiben Drohnen und selbstentwickelte Software für die Wildtierrettung.

2023
Integration in die Landmaschine

thermal DRONES demonstriert zusammen mit CLAAS und Agxeed die Einbindung von Drohnenbasierter Wildtierdetektion in den Mahdprozess auf der Agritechnica.

2024
Neue Software und KI für die Kitzrettung

Zur Saison 2024 bringt thermal DRONES mit der POISuite eine komplettes Softwarepaket für den Drohnenbasierten Wildtier- und Artenschutz an den Markt. Die Software entwickelt sich jedes Jahr weiter.

2025
Standorte in Nord- und Süddeutschland

thermal DRONES hat inzwischen 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehrere Standorte in Nord- und Süddeutschland.