Einstieg
Drohne registrieren und sicher starten: die ersten Schritte
Vom Kauf bis zum ersten Flug: Versicherung abschließen, die Drohne beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren, die Betreiber-ID anbringen, den Drohnenführerschein machen und das Fluggebiet prüfen. Hier steht, wer was in welcher Reihenfolge erledigt.
Ablauf
In sechs Schritten zum ersten Flug
Die ersten drei Schritte erledigt der Betreiber, die übrigen die Pilotin oder der Pilot. Beides kann dieselbe Person sein.
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Versicherung
Haftpflicht abschließen, die Drohne ausdrücklich mitversichern
Policennummer
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LBA
als Betreiber registrieren und die e-ID erhalten
e-ID
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Drohne
e-ID außen anbringen und als Remote-ID eintragen
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Pilot
Kompetenznachweis A1/A3 oder Fernpilotenzeugnis A2 erwerben
Nachweis
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POICloud
Fluggebiet auf geografische Gebiete prüfen
Freigabe
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Erstflug
erste Flugübungen auf freier Fläche
Wer macht was?
Betreiber und Pilot: zwei Rollen
Wie beim Auto gibt es bei der Drohne einen Halter und einen Fahrer. Der Betreiber – meist der Verein, der Betrieb oder wer die Drohne gekauft hat – schließt die Versicherung ab, registriert sich beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und sorgt für die Betreiber-ID an der Drohne. Die Pilotin oder der Pilot braucht einen Nachweis wie einen Führerschein und ist dafür verantwortlich, dass jeder Flug den Regeln entspricht.
Ist ein Verein als Betreiber registriert, fliegen seine Mitglieder unter dessen e-ID. Einen eigenen Nachweis braucht aber jede Pilotin und jeder Pilot.
Checkliste
Checkliste bis zum ersten Flug
- Haftpflichtversicherung abgeschlossen
- Als Betreiber beim LBA registriert
- e-ID außen an der Drohne angebracht und als Remote-ID eingetragen
- Kompetenznachweis A1/A3 oder Fernpilotenzeugnis A2 erworben
- Fluggebiet mit der POICloud geprüft und nötige Zustimmungen eingeholt
Schritt 1
Versicherung abschließen
In Deutschland ist für jede Drohne eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben (§ 43 LuftVG). Prüft zuerst, ob eine bestehende Versicherung die Drohne schon abdeckt, manche Jagdhaftpflicht tut das. Sonst schließt ihr eine eigene ab.
Achtet darauf, dass die Art eures Betriebs abgedeckt ist: wer fliegt, wie viele Drohnen gleichzeitig in der Luft sind und vor allem die Einsatzart, etwa die Rehkitzrettung. Besonders günstige Policen schließen solche Einsätze oft aus.
- Wir empfehlen eine Deckungssumme von mindestens 1 Mio. €, mit der Drohne ausdrücklich mitversichert.
- Meldet der Versicherung die Seriennummer der Drohne.
- Haltet die Policennummer bereit: Ihr braucht sie für die Registrierung.
Schritt 2
Drohne registrieren: Betreiber beim LBA anmelden
In der EU müsst ihr euch als Betreiber registrieren, sobald eure Drohne 250 g oder mehr wiegt oder eine Kamera trägt (Spielzeug ausgenommen). Registriert wird dabei nicht die einzelne Drohne, sondern der Betreiber. Dafür braucht ihr den Scan eines Ausweises, bei Vereinen den Vereinsregisterauszug, sowie Name und Nummer eurer Versicherungspolice.
Die Registrierung kostet einmalig 20 € für Privatpersonen und 50 € für Vereine und Unternehmen (Stand 10/2026). Danach erhaltet ihr die elektronische Betreiber-ID (e-ID). Anträge von Vereinen prüft das LBA von Hand, das kann mehrere Wochen dauern: Registriert euch deshalb rechtzeitig vor der Saison.
Schritt 3
Betreiber-ID anbringen und Remote-ID eintragen
Die e-ID bringt ihr sichtbar außen an der Drohne an. Als Kundinnen und Kunden bekommt ihr eine passende Plakette kostenlos bei uns. Außerdem tragt ihr die e-ID in der Fernsteuerung als Remote-ID ein. Wie das bei DJI-Enterprise-Drohnen geht, zeigt unsere Anleitung Remote-ID auf DJI-Drohnen einrichten.
Wichtig: Die Betreiber-ID ist nicht dasselbe wie die Fernpiloten-ID, die Pilotinnen und Piloten mit ihrem Nachweis erhalten.
Schritt 4
Drohnenführerschein machen: A1/A3 oder A2
Welchen Nachweis ihr braucht, hängt davon ab, wie nah ihr an Unbeteiligte heranfliegt. Beide Nachweise gelten fünf Jahre und in allen EU-Mitgliedstaaten. Für die Wildtierrettung gelten abweichende Abstandsregeln, die der Beitrag [Drohnenrecht: Ausnahmen zum Wildtierschutz](/anwendung/rehkitzrettung/drohnenrecht-ausnahmen-zum-wildtierschutz/) erklärt.
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Online beim LBA
Kompetenznachweis A1/A3
Online-Schulung und Online-Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt, Gebühr 25 € (Stand 10/2026). Reicht für Flüge fernab von Menschen, in der Unterkategorie A3 mit mindestens 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
Zum Kompetenznachweis -
Drohnenführerschein A2
Fernpilotenzeugnis A2
Für Flüge näher an Unbeteiligten. Voraussetzung ist der Kompetenznachweis A1/A3, dazu ein praktisches Selbststudium und eine Theorieprüfung bei einer vom LBA benannten Prüfstelle. Das LBA erhebt 30 € für die Ausstellung, die Prüfstelle eigene Gebühren.
Zur A2-Schulung im Shop
Schritt 5
Fluggebiet prüfen
Vor der Saison und noch einmal am Einsatztag prüft ihr, ob eure Fläche in einem geografischen Gebiet liegt oder vorübergehende Einschränkungen gelten. Dazu zählen etwa Naturschutzgebiete und Abstände zu Flugplätzen, Bundesstraßen, Bahnstrecken, Stromleitungen und Industrieanlagen. Die Karte der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (dipul) zeigt das auf einen Blick.
Liegt eure Fläche in einem Naturschutzgebiet, holt ihr die Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde ein. Oft genügt eine formlose E-Mail, eine Vorlage findet ihr unter Anschreiben Schutzgebiete. Alle Gebiete und Abstände im Detail stehen auf unserer Seite Drohnenrecht und Drohnen-Flugverbotszonen.
Schritt 6
Erste Flugübungen
Für den ersten Start sucht ihr euch eine freie Fläche weit weg von Menschen, Bäumen, Leitungen und Gebäuden, an einem Tag mit wenig Wind. Der Startplatz sollte eben und fest sein, damit Kamera und Propeller nicht den Boden berühren.
Macht euch vor dem Start mit Drohne und Fernsteuerung vertraut, besonders mit den automatischen Schutzfunktionen wie Return to Launch. Dann übt in Ruhe.
Vor jedem Start prüfen
- Software der Drohne und Datenbanken auf dem neuesten Stand
- Akkus von Drohne und Fernsteuerung voll geladen und richtig eingesetzt
- Propeller richtig montiert, fest und unbeschädigt
- Sensoren kalibriert, vor allem der Kompass
Regeln
Die wichtigsten Regeln beim Drohnenflug
- Höchstens 120 m über Grund
- Nur in Sichtweite fliegen
- Nie über Menschenansammlungen
- Abstand zu Wohngebieten, Straßen, Bahnstrecken und Industrieanlagen halten; die genauen Abstände zeigt die POICloud-Karte
- Naturschutzgebiete nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde befliegen
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Einstieg mit der Drohne
Muss ich meine Drohne registrieren?
Registrieren müsst ihr euch als Betreiber, sobald eure Drohne 250 g oder mehr wiegt oder eine Kamera trägt (Spielzeug ausgenommen). Das betrifft jede Wärmebilddrohne. Registriert wird der Betreiber, nicht die einzelne Drohne.
Was kostet es, eine Drohne zu registrieren?
Einmalig 20 € für Privatpersonen und 50 € für juristische Personen wie Vereine (Stand 10/2026). Der Kompetenznachweis A1/A3 kostet 25 €, für das Fernpilotenzeugnis A2 erhebt das LBA 30 € plus die Gebühr der Prüfstelle.
Wie lange dauert die Registrierung beim LBA?
Bei Privatpersonen geht es oft schnell. Anträge von Vereinen und Unternehmen prüft das LBA von Hand, das kann mehrere Wochen dauern. Ohne gültige e-ID dürft ihr nicht fliegen, registriert euch also rechtzeitig vor der Saison.
Müssen sich alle Vereinsmitglieder registrieren?
Nein. Ist der Verein als Betreiber registriert, fliegen die Mitglieder unter seiner e-ID. Jede Pilotin und jeder Pilot braucht aber einen eigenen Nachweis, also den Kompetenznachweis A1/A3 oder das Fernpilotenzeugnis A2.
Welchen Drohnenführerschein brauche ich für die Rehkitzrettung?
Das hängt davon ab, wie nah ihr an Unbeteiligte heranfliegt. Für die Wildtierrettung gelten abweichende Abstandsregeln, die wir im Beitrag Drohnenrecht: Ausnahmen zum Wildtierschutz erklären. Im Zweifel beraten wir euch gern.
Ist die Betreiber-ID dasselbe wie die Fernpiloten-ID?
Nein. Die Betreiber-ID (e-ID) erhält der Betreiber bei der Registrierung, sie kommt an die Drohne und in die Fernsteuerung. Die Fernpiloten-ID gehört zum Nachweis der Pilotin oder des Piloten.
Weiter im Einstieg
Schulung, Recht und Praxis
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Drohnen-Schulungen
Einweisung in eure Drohne, Flugübungen und Abläufe im Team: vor Ort, online oder im Webinar.
Zu den Schulungen -
Rehkitzrettung mit der Drohne
Wie Teams mit Wärmebilddrohne und POISuite Kitze vor der Mahd retten.
Zur Rehkitzrettung
Stand 10/2026: Quellen
Gebühren und Abläufe nach den Angaben des Luftfahrt-Bundesamts. Verbindlich sind die Rechtstexte und die Angaben der Behörden:
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